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Antioxidantien als Lebensretter?!

Ein Kommentar

Oder: Mit gesunder Ernährung gegen Falten

Fast jeder von euch hat schon einmal gehört, dass Antioxidantien für eine glatte, jung aussehende Haut sorgen sollen, indem sie die freien Radikale im Körper unschädlich machen. Sie sind in Cremes, Tees, Kaffee und Lebensmittel zu finden. Doch wie genau wirken sie denn, die Antioxidantien? Die Arbeit dieser Radikalfänger ist hochkomplex, weshalb ich ihnen den folgenden Beitrag widmen und euch deren Wirkungsweise erklären möchte. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Freie Radikale – Was ist das überhaupt?

Unser Körper ist jeden Tag psychischem und körperlichem Stress ausgesetzt, freie Radikale entstehen. Doch die Natur hat ein Mittel dagegen: Antioxidantien sollen dabei helfen, diese freien Radikale im Körper unschädlich zu machen.

Wie tun sie das? Und wie entstehen freie Radikale überhaupt?
Das geschieht durch zwei Möglichkeiten: Sie gelangen entweder als Umweltgifte wie z.B. Elektrosmog, Zigarettenrauch oder die UV-Strahlung von außen in den Körper, auch Stress, Alkohol, Rauchen oder exzessiver Sport lassen freie Radikale entstehen. Oder sie entstehen als Abfallprodukte von Stoffwechselprozessen unter Beteiligung von Sauerstoff.

Nach dem Einatmen wird der Sauerstoff ins Blut abgegeben und mithilfe der roten Blutkörperchen zur Energiegewinnung zu den Energiekraftwerken jeder Zelle gebracht, den Mitochondrien. Ein Abfallprodukt dieser Energiegewinnung in den Mitochondrien sind die freien Radikale.

Wer es noch genauer wissen will…

Ein Atom besteht aus einem Atomkern, der positiv geladen ist, und mindestens zwei Elektronen, die negativ geladen sind. Bei der vom Sauerstoff abhängigen Energiegewinnung in den Mitochondrien entstehen nun die freien Radikale. Freie Radikale sind Moleküle (Sauerstoffverbindungen), denen ein Elektron fehlt, weil es ihnen durch Stoffwechselreaktionen oder Schadstoffe von außen entzogen wurde. Da diese Moleküle nun von der Ladung her unausgeglichen sind, suchen sie das fehlende Elektron bei anderen Atomen und greifen deshalb andere gesunde Zellen an, was als Oxidation bezeichnet wird. Diese vorher ausgeglichenen Zellen werden dadurch automatisch auch zu freien Radikalen und versuchen, ihr fehlendes Elektron wieder von anderen Atomen zu holen, und so weiter – eine Kettenreaktion wird ausgelöst. Je mehr Energie wir in den Mitochondrien erzeugen, desto mehr freie Radikale bilden sich und desto mehr Schäden an den Atomen aller Zellen im Körper können entstehen. Vor allem haben es freie Radikale auf Eiweiße und Fette abgesehen, jedoch greifen sie auch das Innenleben der Zellen an, wo sich die DNA befindet. Folge der Angriffe von freien Radikalen sind beschädigte Zellwände, wodurch Krebs und andere Krankheiten leichter entstehen können, indem die geschädigten Zellen entweder absterben oder sich auf eine gefährliche Weise verändern. Ist der Wert der freien Radikale im Blut erhöht, so spricht man von oxidativem Stress.

Die Retter in Not: Antioxidantien

Für den Kampf gegen diese freien Radikale brauchen die Zellen Vitalstoffe: Antioxidantien, auch als Radikalfänger oder Oxidationshemmer bezeichnet. Antioxidantien haben mehr Elektronen, als sie selber benötigen und sind negativ geladen. Sie sind deshalb in der Lage, dem freien Radikal ein Elektron abzugeben, wodurch die Sauerstoffverbindung wieder komplett ist. Der Vorteil von Antioxidantien ist, dass sie ein Elektron abgeben können, ohne dabei selber zu einem aggressiven Molekül zu werden, das andere Zellen angreift.

Keine Macht den freien Radikalen!

Erhöhter oxidativer Stress kann auf Dauer zu Schäden im Körper führen. Dazu gehören z.B. eingeschränkte Zellfunktionen oder eine verminderte Bildung körpereigener Eiweiße. Dadurch können auf Dauer folgende Probleme und Krankheiten entstehen: Hautalterung, Krampfadern, Bluthochdruck, Augenprobleme, Schlaganfall, Demenz, Alzheimer, Gelenkbeschwerden (Arthritis) oder sogar Krebs.

Antioxidantien als Lebensretter

Damit wir auf Dauer die Menge der freien Radikale möglichst gering halten, sollten wir durch die aufgenommene Nahrung dafür sorgen, dass wir immer genügend Antioxidantien in unserem Körper vorhanden haben, die die freien Radikale bekämpfen und reaktive Sauerstoffspezies im Organismus inaktivieren.

Zu der Gruppe der wirksamsten Antioxidantien gehören: Vitamin C und E, Mineralien, Spurenelemente (Selen, Eisen, Zink), Enzyme und Sekundäre Pflanzenstoffe (vor allem Polyphenole).

Ohne diese Lebensmittel geht gar nichts 🙂

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Folgenden Lebensmitteln wird eine hohe antioxidative Wirkung nachgesagt:

  • Rohe Kakaobohnen (Kakaobohnen haben die höchste Konzentration an Antioxidantien von allen Lebensmitteln. Super gute Nachricht!! Allerdings wirken die sekundären Pflanzenstoffe am besten in roher Form, bei verarbeitetem Kakao in Form von Schokolade wird die antioxidative Wirkung vermindert. Kakao enthält über 300 verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe, allein denen könnte man eine ganze Seite widmen.)
  • Ingwer
  • Gewürze und Kräuter (vor allem ZimtNelken, Kurkuma und frischer Salbei)
  • Rote Beeren (Himbeeren, Blaubeeren, Preiselbeeren, Brombeeren, Holunderbeeen, Johannisbeeren…)
  • Grünes Gemüse (Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Spinat, Wirsing, Porree…)
  • Nüsse (vor allem Walnüsse und Mandeln)
  • Blaue Trauben (die Kerne und die Haut enthalten OPC – wichtige sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole)
  • Hülsenfrüchte
  • Paprika, Kiwi, Tomaten, Aprikosen, Möhren…

Außerdem ist grüner Tee mein regelmäßiger Begleiter. Dieser enthält viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und die Vitamine A, B, C und E. Er entfaltet seine Wirkung am besten mit 80-100 Grad warmem Wasser und einer Ziehzeit von 5-6 Minuten.

Eine naturbetonte ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse, Kräutern, Nüssen und gesunden Fetten ist also die beste Voraussetzung für eine Versorgung des Körpers mit ausreichend Antioxidantien. Lasst eure Haut damit von innen strahlen! 🙂

Mein Tipp: Ab und zu morgens eine Tasse frisches Ingwerwasser trinken.
Dazu schneidest du einfach ca. 1,5 cm der Knolle (mit Schale!) in dünne Scheiben und übergießt diese mit kochendem Wasser, lässt das Ganze 10 Min. ziehen und fertig ist der super gesunde Ingwertee! Manchmal geb ich noch Sternanis oder Gewürznelken dazu. Wenn dir der Tee zu bitter oder zu scharf ist, kannst du auch etwas Honig hineinmischen.

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